Big Brother polarisiert, wie eh und je. Da ziehen die Menschen in die Show beziehungsweise den Container mit Whirlpool ein, um eine Menge Geld abzugreifen. Die einen finden es super, was alles passiert, die anderen wollen nichts davon wissen, weil sie denken, dass die Bewohner sich „zum Affen“ machen. Jeder kann, muss aber die Livestreams aus dem BB Haus nicht ansehen.
Bei allen Gelegenheiten sind die Kameras hautnah dabei. Jeder Winkel ist überwacht, außer die höchstpersönliche Privatsphäre. Sogar beim Umziehen, beim Duschen oder beim Bad im Whirlpool ist im schlimmsten Fall ein Millionenpublikum mit dabei. Kein Wort bleibt ungehört, denn was man vielleicht aufgrund der Tageszeit wirklich verpasst, sieht man mit Sicherheit in der Zusammenfassung – zumindest wenn es wichtig, böse oder zumindest skandalös war.
Dass es im Whirlpool bei BB nicht nur Vergnügen und Entspannung gibt, weiß man spätestens seit der Zusammenkunft von Klaus und Robert. Umgeben von den Blubberblasen und in entspannter Atmosphäre wurden die Lästereien dann diesmal im Wasser ausgetragen und in die Welt posaunt. Durchschnitt – das seien die Frauen, die mit den beiden Männern zusammen im Big Brother Konzept teilnehmen. Sogar Sexbombe Cora sei bestenfalls Mittelmaß. Überheblich, finden die einen, „mir doch egal“ die Reaktion der BB-Verweigerer. Die scharfen Badeklamotten der beiden konnten nicht über eine gewisse Weiblichkeit hinwegtäuschen – denn im Üblichen sind es doch die Frauen, die sich im Whirlpool oder wo auch immer treffen, um schmutzige Wäsche zu waschen. Lästern liegt aber eben in der Natur des Menschen; peinlich nur, wenn man sich so sehr dabei zusehen lässt, von Millionen Menschen auf der ganzen Welt.
