Jeder, der schon mal auf der Suche nach einem Bett war, hat sich auch schon mal ein Futonbett angesehen. Diese Betten sind sehr beliebt und werden auch oft verkauft. Sie haben allerdings nicht viel mit dem original Futonbett zu tun. Dieses wurde nämlich in Japan erfunden und sieht ganz anders aus, als das uns bekannte Futonbett. Der Grund hierfür ist schnell gefunden, denn die Japaner schlafen, wenn sie in einem Futonbett schlafen, auf dem Boden und nicht in einem Bett mit einer Matratze und einem Gestellt darunter.
Futon kommt aus dem Japanischen und heißt übersetzt „Decke“. Der Begriff Futonbett und sein Bedeutung haben sich mit der Zeit so stark entwickelt, dass selten jemand deren Herkunft weiß. In vielen anderen Ländern versteht man nämlich darunter eine niedrige Liege oder ein Bett, das das Nahe am Boden ist, da es gekürzte Bettbeine hat. Da es in den westlichen Ländern nicht üblich ist, auf dem Boden zu schlafen, wurde eine Mischung aus der japanischen Methode und dem uns bekannten Bett entwickelt.
Der Unterschied der Methoden ist mit bloßem Auge schon zu erkennen. Die Japaner schlafen bei dieser Methode auf dem Boden, auf einer drei- bis sechslagigen Schicht aus reiner Baumwolle. Diese hat noch einen etwas härteren Kern. Die Pflege dieser Betten ist sehr aufwendig und darf keinesfalls vernachlässigt werden, da die Betten sehr empfindlich sind. So gehört auch das tägliche Lüften der Betten zum Alltag der Japaner. Diese Futonbetten können nach dem Lüften im Schrank verstaut werden.
Es ist kaum vorstellbar, dass man auf dem Boden angenehm schlafen kann, wenn man an die harten Parkettböden oder Fliesen denkt, die sich in den westlichen Häusern befinden. Dies wäre nicht nur unangenehm, sondern auch alles andere als gut für die Gesundheit. Da die Japaner aber oft Tatami-Fußböden verwenden, die viel weicher sind als unsere Böden, ist es dort durchaus eine schöne Art, die Nacht zu verbringen.
