Ob im Schlafzimmer, in der Küche oder im Wohnzimmer: Biomöbel, bekannt auch als grüne Möbel, sind derzeit beliebt, wie nie zuvor. Dennoch sind sie bei weitem nicht so verbreitet, wie die herkömmlich gefertigten Möbel, obwohl sie viele Vorteile bieten. Bereits in den 1980er Jahren begann man damit, Biomöbel anzufertigen. Grund dafür war die steigende Anzahl von Skandalen rund um Holzschutzmittel und Formaldehyd, das Erkrankungen auslöste.
Anfangs wurden die biologisch hergestellten Möbel nur an eine kleine Zielgruppe abgegeben. Sie war besorgt um die Gesundheit der Kinder und Enkelkinder und gleichzeitig wollte man der Umwelt etwas Gutes tun. Vorrangig wurden grüne Möbel aus unbehandeltem Holz angefertigt. Das Holz stammte aus Deutschland, Österreich und dem nahe gelegenen Ausland und wurde auch in diesen Ländern verarbeitet. Produktionsnah fand sogar der Verkauf statt, so dass lange Lieferwege ebenso wenig genutzt wurden, um die Umwelt zu entlasten.
Waren es anfänglich nur kleine Unternehmen, die grüne Möbel, wie Betten, Schränke oder Küchen vertrieben, haben sich mittlerweile auch immer mehr große Unternehmen auf diese Möbel spezialisiert, sie zumindest aber in ihr Sortiment mit aufgenommen. Der Trend hin zu umweltbewussten Möbeln scheint auch bei ihnen angekommen zu sein.
Obwohl sich in den vergangenen 30 Jahren die Designs stets veränderten, so blieben die strengen, ökologischen Kriterien doch erhalten. Deshalb auch werden noch immer vorwiegend Hölzer und Rohstoffe aus der näheren Umgebung verwendet und die Möbel werden produktionsnah verkauft. In punkto Design, Komfort und Eleganz jedoch müssen sich grüne Möbel längst nicht mehr hinter konventionell gefertigten Möbeln verstecken. Einzig die Wasserbetten können (noch) nicht vollständig ökologisch angefertigt werden, doch gehen Experten davon aus, dass auch dies nur noch eine Frage der Zeit ist.
