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Bauhaus-Möbel für den Strafvollzug

Mai 16th, 2010 · No Comments

Eine nicht ganz unumstrittene Designstudie wurde an der Bauhaus-Universität Weimar durchgeführt. Studierende des dritten bis achten Semesters, aus insgesamt sechs Ländern, befassten sich mit der Einrichtung einer Haftanstalt für Jugendliche. Sie sollten in dem Projekt Entwürfe erstellen, wie man die neu errichtete JVA Arnstadt einrichten könne. Zeitgleich mit dem Beginn des Baus der JVA in Arnstadt wurde auch die Designstudie ins Leben gerufen.

Die Studenten, die kaum älter, als die künftigen Insassen der Strafvollzugsanstalt sind, sollten sich Gedanken darüber machen, wie eine Haftzelle eingerichtet werden muss, um einen positiven Rahmen für die Jugendlichen zu schaffen. Auch Gemeinschaftsräume sollten dabei mit geplant werden. Bedingungen wurden ebenfalls viele gestellt. So sollten die Möbel beispielsweise den Anforderungen des Strafvollzugs entsprechen, dürfen also keine Gefahrenquelle darstellen. Andererseits müssen die Möbel in den Werkstätten der JVA Untermaßfeld angefertigt werden können. Um sich ein Bild von den Möglichkeiten der Werkstätten machen zu können, schauten sich die Studenten diese erst einmal genauer an.

Ebenfalls versuchten sie, Möbel so zu entwerfen, dass die Jugendlichen sich an der Einrichtung der JVA beteiligen konnten und die Möbel selbst sportliche Möglichkeiten für die Freizeit mit anbieten. Die aktuellen Entwürfe sind nun eingereicht worden. Das Justizministerium will diese jetzt überprüfen, vorrangig dahingehend, ob die Sicherheitsanforderungen damit erfüllt werden können oder eben nicht. Erst dann kann entschieden werden, ob die Bauhaus-Universität bei der Einrichtung der neuen JVA Arnstadt ein Mitspracherecht erhält und sich mit weiteren Entwürfen und Co. daran beteiligen kann. Für Uni wie Studenten war die Designstudie in jedem Fall ein voller Erfolg, konnte man dadurch doch einmal in eine völlig andere Welt hinein schnuppern und Möbel für ganz besondere Bewohner entwerfen.