Kein Wasserbett im Resort wurde von den Angestellten selbst aufgestellt. Unser Chef achtet da sehr darauf, dass alles in Rahmen einer Garantie abläuft. Er ist der Meinung, dass alles, was man selbst macht, zwar billiger ist, dafür müsste man aber doch dann die Schäden, wenn etwas falsch läuft, auch selbst bezahlen. Dieses Risiko überlässt er lieber den Angestellten des Wasserbetten-Lieferanten, bei dem er nun schon Jahre zufrieden einkauft und auch die Wartung regelmäßig erledigen lässt.
Wenn ein neues Bett geliefert wird, bedeutet dies zunächst, dass einige Schläuche geschleppt werden. Dann kommt das leere Bett, das dann an Ort und Stelle befüllt wird. Neben dem Wasser, das in das Innere vom Wasserbett gepumpt wird, muss da ja auch noch ein Zusatz hinein, der das Faulen des Wassers verhindert. Ich könnte mir vorstellen, dass das ganz schön zum Himmel stinken würde, wenn das Wasser hier nicht behandelt wäre. Die beigemengten Mittel verhindern, dass sich Bakterien ausbreiten, Algen bilden, wie es im stets warmen Wasser nun einmal der Fall wäre. Das Wasser muss in der Regel nicht ausgewechselt werden, es sei denn, ein Schaden im Vinyl ist festzustellen.
Dann wird das Wasserbett aber entweder ausgetauscht oder, sehr selten, repariert. Wenn einem Gast die Beschädigung direkt nachgewiesen werden kann, weil er beispielsweise eine brennende Zigarette im Bett liegen ließ, muss dessen Versicherung aufkommen. Passiert uns Angestellten etwas, regelt das die Versicherung vom Chef. Hier ist aber meines Wissens noch nie etwas geschehen. Es ist immer wieder spannend, beim Aufbau vom neuen Wasserbett zuzusehen. Die Modelle werden immer moderner, immer komfortabler und immer pflegeleichter. Das Team der Wartungsarbeiter ist nett und bekommt bei jedem Besuch einen Kaffee.
